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  • Edda Sommer

Storckerweiterung

Aktualisiert: Juli 14

Das Unternehmen Storck KG möchte sich in unserer Stadt eine langfristige Perspektive zur Erweiterung ihres Standorts schaffen, dies sollte uns als Stadt und entsprechend uns als Haller Bürger*innen doch erfreuen.

Storckerweiterung Halle Westfalen - Foto: Urich Fälker (© Ulrich Fälker)

Storck ist ein, hier in der Region verwurzeltes Unternehmen mit entsprechendem Verantwortungsbewusstsein, welches vor Ort mehr als 2700 Mitarbeiter beschäftigt und den Standort Halle langfristig und somit auch Arbeitsplätze sichern will. Wir sollten uns glücklich schätzen, dass Storck zuerst Halle Westf. und nicht einen ihrer anderen Standorte für eine Erweiterungsoptionen in Betracht gezogen hat. Ohne Frage ist eine Erweiterung mit einem erheblichen Eingriff in Natur und Landschaft verbunden. Umso wichtiger ist es, dass es Planungsinstrumente, wie die Bauleitplanung, die Fachplanungen sowie die Eingriffs- Ausgleichsregelung gibt und diese auch zum Tragen kommen.

Eine kritische Begutachtung ist nicht nur für mich selbstverständlich. Dies ist bei anderen Eingriffen ebenso von Nöten und ist auch kein Neuland für den Bauherrn, die Verwaltung oder die Politik. Das Baugesetzbuch gibt entsprechende Verfahrensweisen vor. Dieses Verfahren, hier im speziellen, die Regionalplanänderung und darauf folgend die FNP sowie BBP Änderungen sind bereits angelaufen. Für viele sind diese Prozesse sicherlich schwerlich nachzuvollziehen, da sich vieles, wie die Erarbeitung von Fachgutachten im Hintergrund abspielt. Diese Erarbeitung bedarf einer vielfältigen Vorbereitung und entsprechender Zeit.

Doch auch die Öffentlichkeit kommt natürlich zum Zuge. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Beschränkungen konnte die Planungs- und Stadtentwicklungsausschusssitzung nicht stattfinden. Hierdurch ist jedoch kein Nachteil oder eine Bevormundung der Bürger*Innen geschehen. Mit dem Antrag zur Regionalplanänderung sind die Ratsmitglieder bereits seit der HFA Sitzung am 08.11.2017 mit der grundsätzlichen RegionalPlanänderung vertraut und haben dieser auch, mit einer Gegenstimme, zugestimmt.

Ich begrüße es sehr, dass die Verwaltung und das Unternehmen Storck den Weg gewählt haben frühzeitig und direkt mit dieser jetzigen Planänderung an die Öffentlichkeit zu gehen. Somit kann bereits seit dem 05.06.2020 eine öffentliche Beteiligung stattfinden, die ich persönlich als unabdingbar erachte.

Der direkte Anschluss an die L782 ist durchaus positiv zu bewerten, da hierdurch eine Verringerung der Immissionen und Emmissionen direkt im Bereich der Westumgehung erzielt werden kann. Auch die Einbindung des Paulinenweg halte ich für sinnvoll, da Storck somit als komprimierter Verbundstandort die betrieblichen Abläufe begünstigen kann. Nachhaltiger Flächenverbrauch, sparsamer Umgang mit Ressourcen und eine Berücksichtigung des Klimawandels sind nicht ausser Acht zu lassen. Ein Abwägungsprozess, der nicht einfach ist und die Politik ein ums andere mal vor besondere und sicherlich auch schwierige Aufgaben und Entscheidungen stellt. Doch auch hier hier gilt: Es gibt Fachgutachten, die zu Grunde gelegt und berücksichtigt werden. Laut Fachgutachten und auch der Abstimmung des Regionalrates ist die Planung, auch im Hinblick auf die Zerstörung des Waldes, dem erhöhten Wasserbedarf sowie weiterer, zu berücksichtigender Belange des Umwelt- und Naturschutzes, zu realisieren.

Geplante Veränderung - © Nicole Donath

Ein entsprechender, angemessener Ausgleich ist natürlich umzusetzen, ist zwingend erforderlich und muss ein dauerhaften Gewinn für unsere Natur erzielen. Die Verlegung und die Laufverlängerung des Laibach und damit deutlichen ökologischen Aufwertung ist auf jeden Fall ein richtiger Ansatz.






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©2020 Edda Sommer

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